{"id":5,"date":"2020-05-05T10:31:49","date_gmt":"2020-05-05T08:31:49","guid":{"rendered":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/?p=5"},"modified":"2023-09-06T09:47:22","modified_gmt":"2023-09-06T07:47:22","slug":"morgenuebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/2020\/05\/05\/morgenuebung\/","title":{"rendered":"Morgen\u00fcbung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Morgen\u00fcbung \u2013 die physische \u00dcbung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die \u00dcbung l\u00e4uft insgesamt in einem durch. Zur \u00fcbersichtlicheren Darstellung werde ich die einzelnen Phasen aber getrennt darstellen. Prinzipiell sucht man sich einen ruhigen Platz, an dem man keine Ablenkung erf\u00e4hrt. Die F\u00fc\u00dfe stehen etwa schulterbreit oder ein bisschen schm\u00e4ler, sie stehen parallel zueinander auf dem Boden (\u201edie Zehen l\u00e4cheln sich zu\u201c). Die Kleidung ist angenehm und nicht beengend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vor\u00fcbung<\/strong><br>Die \u00dcbung kann man durch eine Vor\u00fcbung vorbereiten. Das Ziel der Vor\u00fcbung ist, m\u00f6glichst gro\u00dfen Abstand zu all den Dingen und Einfl\u00fcssen um einen herum zu erreichen. Da die \u00dcbung am Morgen stattfindet, ist das Yang bei den meisten Menschen noch unverbraucht und man kann die Vor\u00fcbungen kurz halten. Ich pers\u00f6nlich bedanke mich an dieser Stelle \u00fcber die Chakren f\u00fcr den Tag (siehe weiter unten). Man kann auch noch das dreifache Entspannen anschlie\u00dfen (siehe ebenfalls weiter unten). Nach der Vor\u00fcbung legt man die H\u00e4nde auf das untere Dantian (Siehe <strong>Erkl\u00e4rungen zur Grundhaltung<\/strong>).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wecke das Qi<\/strong><br>Die H\u00e4nde streichen waagrecht zur Seite und die Handfl\u00e4chen drehen sich nach unten. Dann beginnt man, die Muskeln so anzuspannen, als w\u00fcrde man sich auf einer Tischplatte hochstemmen. Dabei richtet sich die Wirbels\u00e4ule auf. Gedanklich sind wir ganz hoch oben, schauen \u00fcber die Wolken. W\u00e4hrend wir uns hochstemmen, strecken sich die Arme langsam durch. Das geht einher mit dem Ausatmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erstes Hochf\u00fchren der Arme<\/strong><br>Wenn wir die Arme gestreckt haben, lassen wir die Anspannung los, drehen die H\u00e4nde so, dass die Handfl\u00e4chen nach vorne schauen und drehen sie dann jeweils noch um 45\u00b0 weiter. Dann f\u00fchren wir die gestreckten Arme langsam nach oben, und zwar ebenfalls so, dass sie jeweils schr\u00e4g vor uns sind, also der linke Arm 45\u00b0 nach links schaut, der rechte 45\u00b0 nach rechts. Die H\u00e4nde f\u00fchren die Arme, diese bleiben gestreckt. Die Arme beschreiben so einen Halbkreis, bis die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf angelangt sind. Die Atmung ist ruhig und gleichm\u00e4\u00dfig. Ab der H\u00f6he der Schultern soll man aufh\u00f6ren zu atmen, was dann auch zeigt, wie schnell das gehen soll. In der Praxis soll man sich mit dem Steigen Zeit lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erstes Absenken<\/strong><br>Oben angekommen, machen die H\u00e4nde \u00fcber dem Scheitel eine kreisende Bewegung. Dann streckt man die Unterarme und f\u00fchrt sie m\u00f6glichst in einer vertikalen Linie vor dem Gesicht und dem K\u00f6rper nach unten. Die Fingerspitzen zeigen zueinander, ber\u00fchren sich aber nicht. Man kann sich das vorstellen wie einen Rei\u00dfverschluss, der da vor einem abl\u00e4uft. Die Aufmerksamkeit folgt dabei den Fingern und wir leiten die Energie nach unten. Die Atmung ist ruhig und gleichm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeit mit der Erdenergie<\/strong><br>Unten angekommen dreht man die H\u00e4nde so, dass die Handfl\u00e4chen nach unten zur Erde schauen. Die H\u00e4nde bewegen sich au\u00dferdem auf H\u00f6he der Leisten nach vorne. Wir stehen eher auf den Fersen, der R\u00fccken wird leicht gekr\u00fcmmt, die H\u00e4nde sind gestreckt und ungef\u00e4hr schulterbreit auseinander. Daumen und Zeigefinger haben eine Spannung, so als ob wir eine Orange halten w\u00fcrden. In dieser Stellung verbleiben wir nach dem letzten Ausatmen, solange, bis wir wieder Luft brauchen.<br>Mit dem Einatmen ziehen wir jetzt die H\u00e4nde in Richtung der Leisten. Dies kann durchaus auch mit Anspannung der Muskulatur erfolgen. Dabei verlagert sich das Gewicht auch mehr nach vorne und wir strecken den R\u00fccken durch. Wenn wir nahe am K\u00f6rper sind, h\u00f6rt die Bewegung auf. Das Einatmen endet, wenn die Lungen voll sind. In dieser Stellung verharren wir dann so lange, bis wir wieder ausatmen m\u00f6chten.<br>Mit dem Ausatmen erfolgt auch das Loslassen der Spannungen. Die H\u00e4nde gehen wieder nach vorne, wobei sie immer auf derselben H\u00f6he, also im selben Abstand zum Boden verbleiben. Wiederum bleiben wir in der Endstellung, also Gewicht eher auf den Fersen, R\u00fccken entspannt, eventuell leicht gebeugt. Wiederum warten wir ausgeatmet, bis uns das unangenehm wird. Wenn dies zu schnell eintritt, also vielleicht schon w\u00e4hrend man noch mit den H\u00e4nden am Weg nach vorne ist, kann man auch ein zweites Mal atmen.<br>Damit sind wir wieder in der Position wie vorher beschrieben. Diesen Ablauf wiederholt man neun Mal.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zweites Hochf\u00fchren der Arme<\/strong><br>Nach dem neunten Mal ausatmen sinken die H\u00e4nde nach unten. Die Handfl\u00e4chen werden nach au\u00dfen gedreht (also so, dass sie jeweils seitlich nach au\u00dfen zeigen). Waren wir vorher bei 45\u00b0, so sind wir jetzt bei 90\u00b0.<br>Wiederum f\u00fchren die H\u00e4nde und die fast gestreckten Arme gehen nach oben, seitlich, bis in etwa die H\u00e4nde auf der H\u00f6he des Scheitels sind. Nach einem ruhigen Atmen kommen wir hier nochmals zu vollen Lungen, halten diese Stellung kurz, wobei wir den Brustkorb \u00f6ffnen und die H\u00e4nde nach hinten dr\u00fccken. Danach kommt wieder die Entspannung und wir l\u00f6sen Schultern, Ellbogen und Handgelenke. In der Praxis sind die Ellbogen damit gebeugt und die H\u00e4nde etwas unterhalb der Schultern angelangt. Dies erfolgt auch mit einem Ausatmen und wir verharren in dieser Stellung, bis die Luft wieder knapp wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeit mit der Himmelsenergie<\/strong><br>Mit dem Einatmen gehen nun die H\u00e4nde im Bogen nach oben, wir greifen nach der Energie, sammeln sie ein. Die H\u00e4nde umfassen einen Raum und diesen Raum f\u00fchren wir nun in unseren Kopf. Damit bringen wir die Himmelsenergie in uns und stellen uns vor, wie sie eintritt (\u00fcber eines der <strong>beiden Kopfchakren<\/strong> und wie sie sich dann den Weg durch unseren K\u00f6rper bahnt. Die Aufmerksamkeit folgt der Energie, wir atmen aus. Wiederum ist es wichtig, dass wir mit der Aufmerksamkeit weit nach unten, zumindest bis in die Beckenregion gelangen. Wenn das nicht mit einem Atemzug m\u00f6glich ist, so ist auch hier ein zweiter erlaubt. Die H\u00e4nde begleiten uns und sinken wiederum bis in die Ausgangsposition. Dort verharren wir, bis die Luft wieder knapp wird.<br>Diese \u00dcbung wiederholen wir sechsmal.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zweites Absenken<\/strong><br>Die Arme strecken sich seitw\u00e4rts aus und beschreiben dann einen Bogen nach vorne, wobei sie am Schluss einen Kreis bilden. Dabei sind dann also die Ellbogen leicht gebeugt, die Fingerspitzen der beiden H\u00e4nde sind sich nahe, ohne sich zu ber\u00fchren und die H\u00e4nde ungef\u00e4hr auf H\u00f6he des Haaransatzes.<br>Die Handfl\u00e4chen zeigen nach unten, aber auch ein bisschen zum K\u00f6rper und so f\u00fchren wir die H\u00e4nde unter ruhigem Atmen nach unten. Die Aufmerksamkeit folgt ihnen. Wir bringen mit den H\u00e4nden die Energie wieder nach unten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeit mit der Menschenenergie<\/strong><br>Das Sinken der Arme endet etwas unterhalb des Nabels. Dort drehen sich die H\u00e4nde so, dass die Handfl\u00e4chen zum Nabel schauen. Die H\u00e4nde formen sich auch so, als ob sie etwas halten w\u00fcrden und in dieser Stellung verbleiben wir nach dem letzten Ausatmen wiederum, bis uns die Luft knapp wird.<br>Dann beginnen wir wieder gegen den Widerstand unseres K\u00f6rpers, die H\u00e4nde auf uns zu zu bewegen. Wie in der Arbeit mit der Erdenergie beschrieben, kommt beim Einatmen die Anspannung, beim Ausatmen das Loslassen. Aber dieses Mal ist es etwas anders. Wir schieben gedanklich die Energie, die da vor unserem Bauch liegt, in uns hinein, ja durch uns hindurch. Das erfordert Kraft und die Aufmerksamkeit folgt dem. Zuerst vorne an der Bauchdecke, dann hinten am R\u00fccken. Wenn nach dem Einatmen wieder die Zeit gekommen ist, lassen wir los. Das kann jetzt durchaus zu einem schnellen Entspannen und Loslassen f\u00fchren und die in den Bauch geschobene Energie kommt wieder heraus und bewegt die H\u00e4nde nach vorne in die Ausgangsposition. In dieser verharren wir wieder, bis die Luft knapp wird und das Ganze beginnt von vorne.<br>Auch diese Ablauf wiederholen wir neunmal.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drittes Hochf\u00fchren der Arme<\/strong><br>Nach dem neunten Mal sinken die Arme vor uns nach unten. Die Handfl\u00e4chen zeigen nach vorne und wiederum f\u00fchren die H\u00e4nde das Steigen der Arme.<br>Diese Mal sind sie nah beieinander, also bei 0\u00b0 und steigen gestreckt bis in die H\u00f6he der Stirn. Dort richten sich die Zeigefinger auf und verbinden sich energetisch mit dem Drittauge. Dabei n\u00e4hern sie sich auch, indem die Ellbogen gebeugt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abschluss der \u00dcbung<\/strong><br>Kurz vor dem Gesicht bilden die H\u00e4nde dann ein Dach. Die Handfl\u00e4chen zeigen dabei nach unten und zueinander, die Fingerspitzen ber\u00fchren sich fast.unter ruhigem Atmen werden die H\u00e4nde nun in dieser Position so weit als m\u00f6glich nach unten gef\u00fchrt. Gedanklich dr\u00fccken wir einen Ball unter Wasser.<br>Wenn die H\u00e4nde vor dem Bauch sind, wird dieser Ball dann freigegeben, indem die H\u00e4nde nach seitlich vorne kippen. Dabei sp\u00fcren wir die dadurch entstehende Entspannung. Danach beschreiben die H\u00e4nde einen Bogen, indem sie zuerst die Leisten streifen, dann nach seitlich au\u00dfen gef\u00fchrt werden und sich schlie\u00dflich ausgestreckt vor dem Bauch wieder treffen. Wir f\u00fchlen nun in den Bereich zwischen H\u00e4nden und Bauch, halten kurz inne und f\u00fchren die H\u00e4nde dann in die Ausgangsstellung am Bauch zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Morgen\u00fcbung \u2013 die energetische \u00dcbung<\/h3>\n\n\n\n<p>Es hat einige Zeit gedauert, bis ich den Zugang zu ihr gefunden habe. Qigong ist zuerst einmal das Erlernen der Form. Erst wenn man diese so beherrscht, dass man nicht mehr dar\u00fcber nachdenken muss, welche Bewegung als n\u00e4chste kommt, erst dann beginnt das wirkliche \u00dcben. In diesem Sinne halte ich auch einfache \u00dcbungen f\u00fcr wichtiger als komplizierte und es macht aus meiner Sicht auch wenig Sinn, wenn man jeden Tag eine neue \u00dcbung lernen will. All das befriedigt nur den Geist und ist vielleicht aus einer Angst heraus, sich nicht einzulassen auf das, was einem da begegnen wird: das eigene Selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Morgen\u00fcbung hat noch einen Aspekt. Dadurch, dass man sie nur bis 7 Uhr \u00fcben darf, wird man dazu gen\u00f6tigt, fr\u00fch aufzustehen. Das ist im Winter ein bisschen schwieriger, aber letztlich bringt es einem einen fruchtbareren Tag. Ich habe fr\u00fcher gerne lang geschlafen, bin mittlerweile aber auch am Wochenende oft fr\u00fch genug auf, um die Morgen\u00fcbung zu machen. Letztlich ist auch gerade am Morgen fast immer die Zeit, um Qigong zu \u00fcben. Wer hindert einen schon daran, eine halbe Stunde fr\u00fcher aufzustehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das mit der Zeit habe ich mittlerweile ein bisschen adaptiert. Es ist wohl okay, wenn man die Morgen\u00fcbung gleich nach dem Aufstehen macht, auch wenn das erst um halb acht ist. Zumindest im Winter ist es da auch oft noch dunkel.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn mich in der Nacht etwas nicht schlafen l\u00e4sst (und die Metallzeit ist gekommen), so stehe ich gerne auf und mache die \u00dcbung. Sie holt mich wieder in die Mitte und fast egal, was das Problem ist: ich kann danach wieder einschlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch dieses st\u00e4ndige Warten darauf, dass die Luft knapp wird, zeigt einem, worauf es im Leben wirklich ankommt. Seid sparsam mit Euren Ressourcen, dann wird Euch die Natur genug geben. Doch nun zur eigentlichen \u00dcbung. Ich \u00fcberspringe die Aspekte, in denen es nichts Nennenswertes zu berichten gibt und ich oben bereits alles gesagt habe. Auch sind das in diesem Abschnitt meine Erfahrungen mit der \u00dcbung. Jeder kann pers\u00f6nlich etwas anderes erleben und sollte nicht auf das warten, was ich hier beschreibe, schlie\u00dflich hat jeder eine andere Ausgangssituation.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich besch\u00e4ftigt sich die Morgen\u00fcbung mit drei Chakren und der Verbindung zwischen diesen: dem Wurzelchakra, dem Sakralchakra und dem dritten Auge sowie der energetischen Verbindung, die entlang der Wirbels\u00e4ule verl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hochf\u00fchren der Arme<\/h4>\n\n\n\n<p>Dies betrifft alle Stadien, in denen die H\u00e4nde zuerst losgelassen werden, bevor sie wieder nach oben steigen. Ja, sie steigen selbst, wenn man sie l\u00e4sst. Man soll m\u00f6glichst wenig dabei tun und die H\u00e4nde d\u00fcrfen die F\u00fchrung \u00fcbernehmen. Die Handfl\u00e4chen zeigen dorthin, wohin die Reise geht, erst nach vorne oder zur Seite, dann immer mehr nach oben. Auch sp\u00fcre ich die Energie, wenn ich die Arme neben die Oberschenkel gleiten lasse. Dann ist das wie ein Band, wenn ich sie hebe. Das Band ist ungef\u00e4hr dort seitlich am Oberschenkel befestigt, wo die Handfl\u00e4chen waren. Das ist lange zu sp\u00fcren, ungef\u00e4hr bis ich die Arme waagrecht habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen sind dieses Hochf\u00fchren und auch das Senken der Arme jedem Qigong-\u00dcbenden auch aus anderen \u00dcbungen bekannt. Derartige \u00dcbungsteile kommen immer wieder vor.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Arbeit mit der Erdenergie<\/h4>\n\n\n\n<p>Ich merke, dass hier der Unterschied zwischen Spannung (im Qigong hei\u00dft das JING) und Loslassen (SONG) zunehmend gr\u00f6\u00dfer wird. Wir besch\u00e4ftigen uns hier mit der Energie der Erde, also mit unserem t\u00e4glichen Tun. Die Spannungsphase spannt zunehmend meinen ganzen K\u00f6rper, die Entspannung wird deutlicher. Angeblich reichen ein paar Sekunden Kontraktion, damit ein Muskel seine Leistungskraft nicht verliert. Ich habe im Winter meist keinen weiteren Sport getrieben und dennoch war das erste Laufen heuer im Sommer ziemlich leicht und ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme.<\/p>\n\n\n\n<p>Was wir hier ansprechen, ist das Wurzelchakra und manchmal ist es auch zu sp\u00fcren, wie es hinten am Ende der Wirbels\u00e4ule warm wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span class=\"has-inline-color has-light-green-cyan-color\">Dieser Teil der \u00dcbung entspricht unserer Arbeit, dem, was wir tun M\u00dcSSEN. Im Rhythmus Anspannung (die H\u00e4nde bewegen sich zum K\u00f6rper; Tag, Arbeit) &#8211; Entspannung (die H\u00e4nde bewegen sich vom K\u00f6rper weg; Nacht, Freizeit) erledigen wir unsere notwendigen Arbeiten, schaffen die Basis f\u00fcrs Leben.<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Exkurs zu JING und SONG: Im Qigong ist es wichtig, dass sich Spannung und Entspannung immer wieder abwechseln. Im Wesentlichen geht es mit der Atmung einher und mit dem Einatmen spannt sich der K\u00f6rper an, mit dem Ausatmen l\u00e4sst die Anspannung nach. Da wir gerade letzteres in unserer angespannten Zeit immer weniger k\u00f6nnen, ist das einer der wichtigsten Aspekte von Qigong und erkl\u00e4rt vielleicht auch, warum Qigong auch auf den Blutdruck wirkt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Absenken<\/h4>\n\n\n\n<p>Auch das betrifft jede unterschiedliche Art von Absenken. Das ist vielleicht einer der wichtigsten Aspekte der \u00dcbung. Die Energie muss immer Verbindung mit der Erde haben. Yogananda<a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a> meint, dass es zu einer \u00dcberhitzung des Herzens f\u00fchrt, wenn wir die Energie dorthin leiten (also unsere Aufmerksamkeit hinlenken), ohne dass wir die entsprechende Verbindung vom Bauch her haben. Das ist wohl wie mit dem Wasser. Wenn es keinen Kanal gibt, bildet sich vielleicht ein Stau und nichts kann abflie\u00dfen. Das wird dann schnell unangenehm, bindet die Aufmerksamkeit, was noch mehr Energie hinleitet. Unserer Lehrer nannten so ein Ph\u00e4nomen \u201e\u00dcbungsschere\u201c und es kann in vielen unterschiedlichen Phasen der \u00dcbung passieren. Darum sollte man \u201eabsichtslos\u201c \u00fcben. Das l\u00e4sst sich vielleicht am besten mit \u201enichts erzwingen wollen\u201c \u00fcbersetzen. Einfach tun. Und wenn etwas unangenehm ist oder Schmerzen bereitet, weitermachen, nicht l\u00e4nger als n\u00f6tig verharren, aber sich auch nicht drum herum schwindeln. Manchen Dingen nicht zuviel Bedeutung beimessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und aus all diesen Gr\u00fcnden ist das Absenken so wichtig. Wir sind heute zu sehr oben. Die Leber treibt die Energie nach oben, ist unser Motor und wir \u00fcberfordern sie in unserem heutigen Leben allzu oft. Darum f\u00fchrt die Aufmerksamkeit, die Konzentration, die Energie und damit letztlich auch das Blut nach unten. Begleitet die Finger auf ihrem Weg vor dem Gesicht, dann vor dem K\u00f6rper bis zum Bauch. Dorthin geh\u00f6rt die Energie, dort ist unser Speicher, die Nieren und diesen m\u00fcssen wir immer wieder auff\u00fcllen. Mit dem Absenken werden wir ruhiger, senkt sich die Frequenz unseres Pulsschlags und der Atmung, wir kommen in eine tiefere Ebene der Meditation und dringen auch in die \u00dcbung tiefer ein. Darum ist das Absenken wichtig und es ist ein Genuss, wenn man ihm folgen kann.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Arbeit mit der Himmelsenergie<\/h4>\n\n\n\n<p>Dieser Abschnitt hat sich f\u00fcr mich am meisten ver\u00e4ndert. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich aufgrund eines Buches die \u00dcbung f\u00fcr mich etwas ver\u00e4ndert habe. In meiner Ausbildung haben wir gelernt, dass wir die Himmelsenergie \u00fcber Baihui einleiten. Im Buch stand, dass wir dies \u00fcber das dritte Auge tun sollen. Interessanterweise kamen beide Sichten von ein und derselben Person, das Buch war nur 20 Jahre \u00e4lter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht mehr, was mich dazu brachte, dem Buch zu folgen. Vielleicht einfach die Frage: warum hat unser Lehrer diese \u00dcbung ver\u00e4ndert, wo er doch dauernd erkl\u00e4rt, wie alt die \u00dcbungen alle sind?<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls f\u00fchrte diese \u00c4nderung zu einer interessanten Erfahrung. Die \u00dcbung bewegte mich pl\u00f6tzlich, und zwar im w\u00f6rtlichen Sinn. Ich konnte mich nicht mehr ruhighalten, mein Oberk\u00f6rper begann zu schwingen. Um die Energie durch den K\u00f6rper zu leiten, war diese Bewegung n\u00f6tig, das sp\u00fcrte ich \u00fcberdeutlich. Auch war da die Warnung, dass man die Energie aus dem Kopf bekommen sollte, damit man keine Kopfschmerzen bekommt. Diese Angst hatte ich nicht, aber ich sp\u00fcrte deutlich, dass die Energie gerade am Anfang sich im dritten Auge staute. Nach ein paar Sekunden kam sie auf die Schultern. Auch dort verweilte sie, bevor es mir gelang, sie zum Ende der Wirbels\u00e4ule zu leiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das mit dem dritten Auge ist nicht mehr so. Mittlerweile \u00fcberlasse ich es auch der Energie, wie sie den Weg in meinen K\u00f6rper findet. Auch beschr\u00e4nke ich mich darauf, sie bis in die Gegend von Mingmen zu leiten. Mingmen ist der Sitz unserer Lebensenergie im Bereich der Lendenwirbel. Manchmal f\u00fchre ich sie auch entlang der langen Leitbahnen (Blasen-, Gallenblasen- und Magenmeridian), dann aber bis zu den F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls hat mir das eines gezeigt: wenn man eine \u00dcbung richtig macht, so kommt man mit ihr in Resonanz und erst in dieser Situation kann sich was ver\u00e4ndern. Und der alte Qigongsatz wird hier wahr: unten fest, oben leicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span class=\"has-inline-color has-light-green-cyan-color\">In unserer Realit\u00e4t entspricht dieser Teil unseren Tr\u00e4umen, den Visionen, aber auch den edlen Eigenschaften wie Weisheit, N\u00e4chstenliebe oder G\u00fcte.<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Chakra, das wir hier ansprechen, ist das dritte Auge. Dieser Bereich ist energetisch gesehen sehr interessant. Direkt links und rechts daneben liegen die Punkte \u201eBlase 2\u201c, die ich eigentlich mehr sp\u00fcre als das dritte Auge. In Blase 1 \u2013 der Punkt liegt etwas n\u00e4her an den Augen, enden der YIN-Quiao-Mai und der YANG-Quiao-Mai. Diese Gef\u00e4\u00dfe sind verantwortlich f\u00fcr den Energieaustausch zwischen der unteren und der oberen K\u00f6rperh\u00e4lfte und somit auch daf\u00fcr zust\u00e4ndig, die Energie wieder nach unten zu bringen. Auch das Lenkergef\u00e4\u00df geht durch das dritte Auge, allerdings bringt dieses die vereinigte YANG-Energie zum Kopf und f\u00fchrt dann bis zur Oberlippe und endet am Gaumen. Durch die Elsterbr\u00fccke (die Zunge liegt dabei am Gaumen) kann man hier den Energiefluss zum Vereinigungsgef\u00e4\u00df herstellen. Dieses Gef\u00e4\u00df vereinigt alles YIN und f\u00fchrt \u00fcber die K\u00f6rpermitte nach unten bis HUYIN und dann zur\u00fcck zu Mingmen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Arbeit mit der Menschenenergie<\/h4>\n\n\n\n<p>Seit ich mit der \u00dcbung in Resonanz bin, sp\u00fcre ich hier die Energie. Ich kann sie f\u00fchlen, wie ich sie in den K\u00f6rper hineinschiebe. Da ist zuerst die Bauchdecke und danach kommt Mingmen. Wenn die Spannung dann losl\u00e4sst, schiebt die Energie meine H\u00e4nde weg, ganz automatisch und oft auch ganz schnell. Am Ende dieses Abschnitts habe ich dann manchmal auch ein Kribbeln in den H\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-light-green-cyan-color\"><strong>Hier geht es um unser Leben im Hier und Jetzt. Die Energie geht in uns hinein, aber auch wieder heraus, auch durch uns hindurch. Wir werden sozusagen durchl\u00e4ssig, sind eins mit unserer Umgebung, nehmen diese mit allen Sinnen wahr. Damit wird es auch einfacher, die Umwelt zu ertragen, aber auch auf Herausforderungen zu reagieren. Wir sind vorbereitet und k\u00f6nnen mit Herausforderungen umgehen.<\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Teil der \u00dcbung sprechen wir das zweite Chakra, das Sakralchakra an. Es ist im Wesentlichen f\u00fcr unser Ego zust\u00e4ndig, besch\u00e4ftigt sich stark mit dem was wir wollen und was wir nicht wollen, definiert also das ICH auch durch Abgrenzung (nicht ICH) und liegt ungef\u00e4hr dort, wo Mingmen liegt. M\u00f6glicherweise ist es auch derselbe Punkt, allerdings habe ich dazu noch keinen Hinweis in der Literatur gefunden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Res\u00fcmee<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ich rechtzeitig aufstehe, mache ich die Morgen\u00fcbung. Wenn ich es nicht schaffe, etwas anderes. Das ist meine einzige Entscheidungsregel. Rechtzeitig ist f\u00fcr mich ein Beginn der \u00dcbung bis 6:50. Die Morgen\u00fcbung ist f\u00fcr mich zu einem essenziellen Teil meines Lebens geworden und diese Erfahrung mit der Resonanz hat mir gezeigt, worauf es bei Qigong letztlich ankommt. Lass Dich auf eine \u00dcbung ein und schau, was sie mit Dir macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich mich betrachte, so bin ich in dieser Zeit wohl noch unempfindlicher gegen\u00fcber \u00e4u\u00dferen Reizen geworden. Meine unteren Chakren sind ziemlich befriedet und ich kann mehr denn je \u201elassen\u201c. Fr\u00fcher musste ich oft noch aktiv werden, heute kann ich abwarten, bis die Dinge von alleine geschehen. Ich denke, genau das ist es, was die Morgen\u00fcbung bei mir bewirkt hat, dieses Arbeiten mit der Erde, mit dem Himmel und mit\/an mir selbst. Und wenn es das war, so war es allemal die Zeit wert, die ich da investiert habe. Au\u00dferdem habe ich jede einzelne Minute genossen und w\u00fcrde sie schon alleine deshalb nicht missen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a>Siehe Literaturverzeichnis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgen\u00fcbung \u2013 die physische \u00dcbung Die \u00dcbung l\u00e4uft insgesamt in einem durch. Zur \u00fcbersichtlicheren Darstellung werde ich die einzelnen Phasen aber getrennt darstellen. Prinzipiell sucht man sich einen ruhigen Platz, an dem man keine Ablenkung erf\u00e4hrt. Die F\u00fc\u00dfe stehen etwa schulterbreit oder ein bisschen schm\u00e4ler, sie stehen parallel zueinander auf dem Boden (\u201edie Zehen l\u00e4cheln &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/2020\/05\/05\/morgenuebung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eMorgen\u00fcbung\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":487,"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5\/revisions\/487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}