{"id":201,"date":"2021-03-22T12:11:09","date_gmt":"2021-03-22T11:11:09","guid":{"rendered":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/?p=201"},"modified":"2021-03-22T12:12:49","modified_gmt":"2021-03-22T11:12:49","slug":"das-saeure-basen-gleichgewicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wbachleitner.ddns.net\/index.php\/2021\/03\/22\/das-saeure-basen-gleichgewicht\/","title":{"rendered":"Das S\u00e4ure-Basen-Gleichgewicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Ich bin auf dieses Thema immer wieder gesto\u00dfen, doch meine Aufmerksamkeitsschwelle hat es erst durchbrochen, als ich mich mit dem Thema Ern\u00e4hrung besch\u00e4ftigte. Dabei ist es ein ganz zentrales Thema und w\u00fcrde unsere Ern\u00e4hrung wohl von Grund auf \u00e4ndern, wenn wir es ernster nehmen w\u00fcrden. Doch zuerst zu den Basics:<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir etwas essen, dann produziert unser K\u00f6rper Magens\u00e4ure, um f\u00fcr das zu uns Genommene einerseits die Verdauung einzuleiten, andererseits auch, um zugef\u00fchrte Erreger abzut\u00f6ten. Diese Magens\u00e4ure kommt nicht aus dem Nichts, sondern sie wird erzeugt, indem einerseits ein saurer Anteil, andererseits ein basischer entsteht. Der basische Anteil geht ins Blut und steht dann sp\u00e4ter f\u00fcr die weitere Verdauung zur Verf\u00fcgung, wo er sich wieder langsam aufl\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ganze Prozess ist gesteuert einerseits durch einzelne Elemente unserer Nahrung, andererseits durch Pufferspeicher, aus denen wir die Grundstoffe der beiden Verdauungss\u00e4fte erzeugen. Die Nahrungselemente, die hier wichtig sind, sind Natrium, Kalium, Magnesium und Kalzium. Das Kalzium wird in den Knochen gespeichert. Wenn wir nun \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu wenige dieser Mineralstoffe zu uns nehmen, so greift der K\u00f6rper auf diese Pufferspeicher zur\u00fcck. Das f\u00fchrt dann vereinfacht gesprochen zu Muskelkr\u00e4mpfen bei zu wenig Magnesium oder zu Osteoporose bei zu wenig Kalzium.<\/p>\n\n\n\n<p>Tierisches Eiwei\u00df ist einerseits sauer, andererseits sind die oben genannten Mineralstoffe nur in frischen, sonnengereiften Fr\u00fcchten (Obst bzw. Gem\u00fcse) enthalten. Diese Mineralstoffe separat zuzuf\u00fchren hilft meist auch nicht, da der K\u00f6rper damit icht umgehen kann. Er kann das am besten, wenn er die gesamte Frucht erh\u00e4lt. So sind wir beispielsweise nicht in der Lage, Kalzium aufzunehmen, wenn wir \u00fcbers\u00e4uert sind. Milch enth\u00e4lt zwar Kalzium, aber sie ist als tierisches Produkt auch sauer, weshalb wir das in ihr enthaltene Kalzium gr\u00f6\u00dftenteils wieder ausscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die westliche Medizin sieht einen Handlungsbedarf erst, wenn das Blut hier aus der Balance kommt und dieser Effekt sichtbar wird. Unser K\u00f6rper wei\u00df dies allerdings mit allen Mitteln zu verhindern und greift da lieber die Knochen an, als dass das Blut zu sauer wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Da das oben genannte \u201eSauerwerden\u201c im K\u00f6rper schwer bis nicht messbar ist, sind die hier genannten Zusammenh\u00e4nge im Westen seit mehr als 100 Jahren nur eine These. In der TCM ist der Zusammenhang jener zwischen Milz und Niere. Wenn die Milz (und die ihr zugeordnete Muskulatur) ihre Energie nicht von dem vom Magen Aufgenommenen bekommen kann, dann holt sie sich diese von den Nieren, die in der TCM f\u00fcr die Speicherung zust\u00e4ndig ist, wiederum etwas vereinfacht dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings wird hier schon ersichtlich, dass diese beiden Erkl\u00e4rungsmodelle zum selben Schluss kommen, weshalb ich das aus Sicht der TCM erkl\u00e4ren m\u00f6chte. Hier sind die Nieren im Wesentlichen unser Speicherorgan. Sie beherbergen das JING, die Lebensessenz und im Qigong lernt man, dass wir auf diese Essenz achten m\u00fcssen, um gesund alt zu werden. Diese Essenz ist einerseits unsere Erbmasse, andererseits das, was wir seit der Geburt daraus gemacht haben. So gilt es mittlerweile als erwiesen, dass die Nahrung von Kindern deren Gr\u00f6\u00dfenwachstum bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir in der TCM von den Nieren sprechen, so geh\u00f6rt aus westlicher Sicht da noch einiges mehr dazu, beispielsweise die Nebennieren oder auch die Schilddr\u00fcse und einige Hormone. Auch die Knochen werden dem Funktionskreis der Nieren zugerechnet und da taucht schon einer der Pufferspeicher auf. Das Kopfhaar wird grau, wenn die Nierenessenz ersch\u00f6pft wird. Das ist wohl eines der Zeichen, die uns wie ein F\u00fcllstandsmesser Auskunft dar\u00fcber geben, ob wir mit unserer Essenz sorgsam umgegangen sind. Emotional sch\u00e4digen Schockzust\u00e4nde oder gro\u00dfe Angst unser JING.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wir im Kapitel Ern\u00e4hrung sehen oder man wohl auch schon dem entnehmen kann, was ich weiter oben in diesem Kapitel \u00fcber das S\u00e4ure-\/Basengleichgewicht schrieb, l\u00e4uft hier einiges mit unserer Ern\u00e4hrung schief und es ist kein Wunder, wenn die Lebenserwartung erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wieder im Sinken ist<a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a>. Wir essen zu viele tierische Eiwei\u00dfe, diese werden zunehmend mehr als Fast Food verzehrt. Die Fr\u00fcchte, die wir auf den Tisch bekommen, werden geerntet lange bevor sie reif sind, in vielen F\u00e4llen dann auch noch tausende Kilometer weit transportiert. Wie sollen wir da zu unseren Mineralstoffen kommen? Ach ja, da gibt es ja Kapseln. Doch dazu sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p>Was macht der K\u00f6rper mit den S\u00e4uren? Er atmet sie im Wesentlichen aus, weshalb es auch sehr wichtig ist, dass wir Sport betreiben, weil wir da viel mehr S\u00e4ure abatmen als im Ruhezustand. Umgekehrt ist Stress ein Zustand, wo wir angespannt sind und die Atmung flacher wird. Das wirkt sich ung\u00fcnstig auf das Gleichgewicht aus und wir werden leicht sauer, wenn wir Stress haben, im doppelten Sinn des Wortes.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sind sie wieder, jene Faktoren, die wir als krankmachend kennen: Stress, Emotionen (hier vor allem Schock und Angst), falsche Ern\u00e4hrung. Jeden dieser Faktoren m\u00fcssen Sie im Auge haben. Sie k\u00f6nnen sich gesund ern\u00e4hren, wenn sie emotional (\u00fcber l\u00e4ngere Zeit) angespannt sind, kann das zu Problemen f\u00fchren. Ebenso wie Stress, vor allem in der Kombination mit zu wenig Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ist das nicht ein Thema in der Wissenschaft? Einerseits, weil es derzeit nicht messbar ist (und was nicht messbar = sichtbar ist, existiert nicht), andererseits, weil unser K\u00f6rper eine schier unglaubliche Flexibilit\u00e4t hat. In Kriegszeiten ern\u00e4hren wir uns von Lebensmittel, die wir so nicht anr\u00fchren w\u00fcrden und wir \u00fcberleben dennoch. Eine Zeitlang h\u00e4lt das unser K\u00f6rper aus. Daf\u00fcr hat er die oben erw\u00e4hnten Pufferspeicher, damit er \u00fcber solche Zeiten kommt, das hat die Evolution so eingerichtet. Das Problem entsteht erst dort, wo wir \u00fcber einen langen Zeitraum den Fehler machen, uns st\u00e4ndig der Pufferspeicher zu bedienen, weil eben die Cremeschnitte nach dem Mittagessen so gut schmeckt oder das Schnitzel unsere Lieblingsspeise ist. Und ach ja, Kalzium bekommen wir ja aus der Milch, die uns schmeckt \u2013 sagt die Werbung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt zu diesem Thema nicht sehr viel an Literatur und die beruft sich meist auf Personen, die schon lange gestorben sind. Dennoch ist das ein wichtiges Steinchen um zu verstehen, warum sich ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung in westlichen Industrienationen falsch ern\u00e4hrt. Aus diesem Grund habe ich in diesem Abschnitt versucht, die wesentlichen chemischen Prozesse des K\u00f6rpers \u00fcbersichtlich und hoffentlich verst\u00e4ndlich zusammenzufassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">S\u00e4uren und Basen in unserem K\u00f6rper<\/h2>\n\n\n\n<p>Im K\u00f6rper laufen eine Reihe von unterschiedlichen chemischen Prozessen ab, die f\u00fcr ein gesundes Leben notwendig sind. Dies beginnt beim Aufbereiten der Nahrungsmittel und reicht \u00fcber die Energiegewinnung in den Zellen bis zum Ausscheiden von Unverdaubarem bzw. dem Ausatmen der \u201eAbgase\u201c der Energiegewinnung. All das wird im Wesentlichen \u00fcber unser Blut gesteuert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Blut kann seine Arbeit nur verrichten, wenn es einen PH_Wert zwischen 7,35 und 7,45 hat, also leicht basisch ist. Damit dies auch erhalten bleibt, wenn wir nichts oder grob Falsches essen, uns besonders aufregen oder einmal f\u00fcr zwei Minuten die Luft anhalten, gibt es im K\u00f6rper eine Reihe von Puffersystemen und Ablagemechanismen, die dies erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als erste wesentliche Stufe des Verdauens wird jegliche Nahrung einem S\u00e4urebad im Magen ausgesetzt. Dadurch werden die meisten Viren und Bakterien get\u00f6tet und gleichzeitig die ersten Nahrungsbausteine abgebaut bzw. aufbereitet. Durch die S\u00e4uregewinnung entstehenden gleichzeitig Basen, die im weiteren Verlauf wichtig f\u00fcr die Aufbereitung der Nahrung und die Ausscheidung der restlichen Stoffe ist.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den ausgeglichenen Haushalt sind die Mineralstoffe Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, aber auch der Phosphor essenziell. Da Kalium und Natrium auch Einflussfaktoren des Blutdrucks sind, h\u00e4ngt dieser indirekt auch mit diesem Gleichgewicht zusammen. Insgesamt f\u00fchrt \u00dcbers\u00e4uerung zu einem erh\u00f6hten Blutdruck. Auch als Potenzmittel bekannte Lebensmittel wie Meerestiere erh\u00f6hen letztlich den Blutdruck!!<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der TCM hei\u00dft das, dass die Leber leidet, wenn wir zu sauer essen und dadurch die Verdauung nicht mehr alkalisch genug ist. Die Leber mag nicht zuviel sauer. Auch die Bauchspeicheldr\u00fcse und der Zw\u00f6lffingerdarm, die zur Milz zu z\u00e4hlen sind, leiden unter \u00dcbers\u00e4uerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit w\u00e4ren tierische Nahrungsmittel generell dem YANG zuzuordnen, die Fl\u00fcssigkeiten (YIN) verbrauchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einflussfaktoren auf den S\u00e4ure-Basen-Haushalt<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was wirkt s\u00e4uresteigernd?<\/h3>\n\n\n\n<p>Prinzipiell entsteht Kohlendioxid, das sauer wirkt, aus der Verbrennung der Energie in den Zellen.<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00e4ure nehmen wir durch Essen zu uns (saure Lebensmittel) bzw. entsteht bei der Umwandlung durch die Verdauung (z.B. von Zucker). Hinzu kommen Mineralstoffe, die negativ auf die Pufferspeicher wirken. Allen voran ist dies Natrium. Natrium ist im Salz und in allen tierischen Nahrungsmitteln vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Stress erh\u00f6ht die S\u00e4urebelastung, weil die Atmung flacher wird und S\u00e4ure damit weniger abgebaut wird. Zudem sorgt das Adrenalin f\u00fcr eine erh\u00f6hte Anspannung und damit auch f\u00fcr zus\u00e4tzliche S\u00e4ure aus der Verbrennung in den Zellen. Ebenso sind die meisten Medikamente im sauren Milieu zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bestimmte Enzyme wirken nicht mehr (Knochenbildung) bzw. verst\u00e4rkt (Knochenabbau).<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der TCM handelt es sich hier um schlechtes, verbrauchtes Qi, das abgeatmet werden soll. Insgesamt entsteht durch S\u00e4ure ein Yang-\u00dcberschuss.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was wirkt basensteigernd?<\/h3>\n\n\n\n<p>Der wesentliche basische Faktor ist Kalium. Dies ergibt sich aus der Funktionsweise der Zelle, wo Kalium in der Zelle und Natrium im Blut in einem ausgeglichenen Verh\u00e4ltnis f\u00fcr den richtigen Zelldruck sorgen. Kalium ist in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben wirkt die Atmung direkt und Sport\/Bewegung indirekt \u00fcber erh\u00f6hte Atemfrequenz auf den Abbau von S\u00e4ure.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Regelungen und Pufferspeicher unseres K\u00f6rpers<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Regelkreise des Blutes<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4moglobin<\/h4>\n\n\n\n<p>Der erste Regelkreis in Bezug auf S\u00e4uren ist das Blut oder besser gesagt der rote Farbstoff im Blut. Mit dem H\u00e4moglobin kommen die Abbauprodukte der Zellen, das Kohlendioxid in Form einer S\u00e4ure zur Lunge und werden dort ausgeatmet. Wenn eine \u00dcbers\u00e4uerung vorliegt, wird Blut durch verklebte Blutbl\u00e4ttchen dickfl\u00fcssiger, was in der Dunkelfeldanalyse sichtbar gemacht werden kann. F\u00fcr das Blut bedeutet dies, dass es zunehmend weniger Sauerstoffkapazit\u00e4t hat, der Einfluss von S\u00e4ure also die Transportfunktion des Blutes reduziert. Somit kann das Blut einmal einiges an S\u00e4ure binden und bis zum Abatmen auch zwischenspeichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Mechanismus kann laut Wacker[1] ca. \u00bc der Kapazit\u00e4t der S\u00e4urepufferung erreicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus chinesischer Sicht geht es hier um das Qi, das mit dem Blut transportiert wird. Verbrauchtes Qi wird ausgeschieden und geh\u00f6rt wohl zur Loslassfunktion des Metalls.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bikarbonatspeicher<\/h4>\n\n\n\n<p>Zum Verdauen brauchen wir Salzs\u00e4ure im Magen. Diese Salzs\u00e4ure (HCl) wird aus dem Salz gewonnen (NaCl). Das Natrium geht mit dem Kohlenstoff eine Verbindung ein und es entsteht Natrium-Bikarbonat. Dieses wird im weiteren Verlauf der Verdauung f\u00fcr die Aufbereitung der Nahrung f\u00fcr den K\u00f6rper und die Ausscheidung der restlichen Stoffe verwendet. Letztlich wird damit die Salzs\u00e4ure des Magens im Darm wieder neutralisiert. Der jeweils richtige PH-Wert (2-3 im Magen und 7,5-8,5 im Darm) bestimmt dabei, ob wir Eiwei\u00dfe und Kohlehydrate f\u00fcr die weitere Verwendung aufbereiten k\u00f6nnen oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir nun zuviel S\u00e4ure im K\u00f6rper haben, wird dieses Bikarbonat dem Darm wieder entzogen und somit \u00fcbersch\u00fcssige S\u00e4ure reduziert. Dies sind die gr\u00f6\u00dften M\u00f6glichkeiten, die wir kurzfristig haben (ca. \u00be der Kapazit\u00e4t). Wird auf diesen Speicher zugegriffen, werden die Darms\u00e4fte saurer, die sonst eher alkalisch sind. Im \u00dcbrigen holen wir auch Salz wieder aus dem Darm, wenn wir Natrium oder Chlor ben\u00f6tigen, womit wir diesen Kreislauf sehr effizient steuern k\u00f6nnen und mit wenigen Gramm pro Tag das Auslangen finden. \u00dcbersch\u00fcssiges Salz wird ausgeschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Wacker[1] haben wir ca. \u00be unserer S\u00e4urepufferkapazit\u00e4t in diesem Bereich, der Bikarbonatspeicher hat also in etwa das dreifache Volumen des H\u00e4moglobins.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sinne der TCM dringt hier das Leber-Qi in die Milz ein bzw. stagniert in der Verdauung. Durch das \u00dcberma\u00df an S\u00e4ure wird die Verdauung beeintr\u00e4chtigt und der gute Fluss, f\u00fcr den die Leber verantwortlich ist, ger\u00e4t ins Stocken. Die Leber leidet unter zuviel Saurem und reagiert dort, wo sie entsteht: im Magen, im Darm sowie in der Milz (mit Bauchspeicheldr\u00fcse und Zw\u00f6lffingerdarm).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch aus der t\u00e4glichen Praxis l\u00e4sst sich hier gut argumentieren. Wenn man will, dass etwas gut rutscht, dann seift man es ein. Seife ist basisch, so wie unsere Verdauung es sein sollte. Wenn diese basisch ist, dann \u201erutscht es gut\u201c und es gibt keine Verstopfung. Auch die Verwendung des Klopapiers funktioniert einfacher, wenn \u201edie Seife eingebaut\u201c ist und man braucht kein feuchtes Papier zur Reinigung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Phosphat<\/h4>\n\n\n\n<p>Reicht dies alles nicht aus und entsteht \u00fcber l\u00e4ngere Zeit ein saures Milieu, so wird den Knochen Phosphat entzogen, um S\u00e4ure zu binden. Dies setzt allerdings im Gegenzug Kalzium der Knochen frei und f\u00fchrt zu Osteoporose.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der TCM wird hier das Jing der Niere angegriffen. Der Lebenswandel schadet langfristig den Reserven (und Pufferspeichern), die so verbraucht werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eiwei\u00df<\/h4>\n\n\n\n<p>Der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Eiwei\u00dfkonsum f\u00fchrt zu einer Belastung des K\u00f6rpers durch Purine. Die Nieren k\u00f6nnen davon nur einen bestimmten Wert pro Tag ausfiltern und \u00fcber den Harn ausscheiden. Werden die Purine nicht mehr ausgeschieden, lagern sie sich in den Gelenken ein, f\u00fchren zu Gicht und wirken letztlich auch s\u00e4uresteigernd. Ein erh\u00f6hter Harns\u00e4urespiegel ist also auch ein sehr deutliches Zeichen der \u00dcbers\u00e4uerung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sicht der TCM ist wohl \u00e4hnlich wie beim letzten Punkt, wiederum sch\u00e4digen wir hier die Nieren (direkt und auch sichtbar durch die Gelenke).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Speicherm\u00f6glichkeiten des K\u00f6rpers<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Bindegewebe als S\u00e4urespeicher<\/h4>\n\n\n\n<p>Was der K\u00f6rper an S\u00e4ure nicht direkt los wird, schiebt er ins Bindegewebe. Das ist eine Art Zwischenspeicher zur sp\u00e4teren Abarbeitung f\u00fcr Dinge, um die sich der K\u00f6rper im Moment nicht k\u00fcmmern kann. Bleibt die S\u00e4ure \u00fcber l\u00e4ngere Zeit im Bindegewebe, so entsteht Cellulitis.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Knochen als Puffer bei zuviel S\u00e4ure<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie bereits bei den Blutfunktionen erw\u00e4hnt wirken auch die Knochen im Falle \u00fcberschie\u00dfender S\u00e4ure als Reservoir. Bleibt jemand \u00fcber lange Zeit im sauren Milieu, so f\u00fchrt dies zu Ostheoporose.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Funktion der Zelle<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Zelldruck wird gesteuert durch die richtige Balance zwischen Kalium (YIN) in der Zelle und Natrium (YANG) im Blut. Ein \u00dcberschuss von Natrium gegen\u00fcber Kalium f\u00fchrt somit zu einem erh\u00f6hten Blutdruck.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> Derzeit habe ich daf\u00fcr keine Quelle parat. Bin f\u00fcr Nennungen dankbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin auf dieses Thema immer wieder gesto\u00dfen, doch meine Aufmerksamkeitsschwelle hat es erst durchbrochen, als ich mich mit dem Thema Ern\u00e4hrung besch\u00e4ftigte. Dabei ist es ein ganz zentrales Thema und w\u00fcrde unsere Ern\u00e4hrung wohl von Grund auf \u00e4ndern, wenn wir es ernster nehmen w\u00fcrden. 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